X-Terra Germany DM Cross-Triathlon in Zittau am Sa. 17.08.2019

Es zieht uns immer wieder in diese Gegend, das Dreiländereck Deutschland/Polen/Tschechien. Ein Highlight für uns ist immer wieder die O-See-Challenge bzw. die X-Terra Germany.
Der härteste Brocken ist die X-Terra (1.500 m Schwimmen 2x 750 m mit Landgang, 37 km MTB, 10 km Trailrun), insbesondere durch die technisch sehr anspruchsvollen MTB-Passagen mit den 1.049 Hm und die harte Crosslaufstrecke.
Unsere Vorbereitung lief gut. Zelt am nahegelegenen Seecamping aufgebaut gut geschlafen und sich mit den anderen aus allen Ecken Europas kommenden Teilnehmern ausgetauscht. Heinz hatte nur sein altes 26er MTB dabei (wegen der Anhängerkupplung für spätere Tour). Unser Sportkumpel Sepp aus Kösching sah dieses sofort als kaum konkurrenzfähig an und brachte sein Zweitrad daher, ein topmodernes 29`er Fully. Nach kurzer Probefahrt war der Deal perfekt, trotz ungewohnter Geometrie wird das Experiment gewagt!

Früh um 7 Uhr also raus aus dem Zelt, gut dehnen, Frühstück machen, beim Sepp vorbei, mit Fully und den sieben Sachen zum Einchecken. Die Temperaturen werden sich so bei 19-22 Grad einpendeln, also ideal. Der Teilnehmerfunk sagt Neoverbot.
Um 11:33 ist der Start für die Altersklassen. Wir stürzen uns ins Abenteuer. Gegen den Uhrzeigersinn geht es in die erste Schwimmrunde am Olbersdorfer See, angenehm sauberes Wasser, übersichtliche Bojen. Kurzer Landgang, Brille neu justieren, 2. Runde.
Nach rund 35 Min. raus mit dem Bike aus der Wechselzone, über die erste Stahlrohr-Brücke, vorher ja nicht verschalten mit der ungewohnten Grip-Shift-Schaltung bei der 25% Rampe…, kein Problem die Umstellung gelingt auf Anhieb. Am Anfang geht alles noch sanft aus dem Ort raus und die Anhöhe hoch. Sobald die Waldgrenze beginnt wird es ernst. Verwurzelte Trails mit satten Anstiegen und teils halsbrecherische Abfahrten folgen, nicht zu vergessen, der selbst für die Profiathleten unfahrbare mehrere hundert Meter lange Anstieg im Hochwald. Schon fast zurück, eine Spitzkehre auf einer Schotterpiste falsch eingeschätzt und die sehr aggressiv anpackende Bremsscheibe des Fully sorgt für einen Abwurf von Heinz über den Lenker. Kurzer Blick, nix ist hin am teuren Gerät und weiter. Nach fast 3 h auf dem MTB kommt unsereins in die Wechselzone.
Laufschuhe an und gleich nach der Wechselzone warten Strohballen und ein hohe Stufenkonstruktion sowie ein steiler Erdhügel auf die Läufer. Ebene Trails wechseln sich mit Stufen, Gräben und Wurzelpfaden ab, 2 Runden mit 150 HM sind zu absolvieren. Leider setzen bei Heinz im hinteren Oberschenkel immer wieder Krämpfe ein, vielleicht die ungewohnte Geometrie am Rad. Auch Christiane muss einige Gehpassagen einlegen, die Radstrecke hatte zu viel Körner gekostet. Schließlich kommen wir abgekämpft ins Ziel und freuen uns, ohne große Blessuren durch zu sein (es gab einige DNF, einen ernsthaften Sturz und x Bike-Defekte).

Nun schnelle Stärkung, alles zusammensammeln, die MTB`s durch die professionelle Waschstation und zurück an den Sepp geben.
Am Spätnachmittag ist die Siegerehrung und danach geht die Party los. Tolle Bands aus DD und M spielen auf und es wird unter der schönen überdachten Freiluftbühne abgetanzt. Die lockere Atmosphäre und die tolle Kameradschaft unter „Crossern“ machen das Event besonders. Wir kommen gerne wieder, Christiane vielleicht „nur zum Zuschauen“, denn die Strecke wird jedes Jahr leicht verschärft.

Christiane

Ergebnisse:

Christiane Schmitz     Swim 34:54 min./ MTB 3:01:55 h/ Trailrun 1:23:22 h // Gesamt  5:09:32,41 h   
2. Platz AK 55 DM und internationale Wertung (das ist ein slot für Maui/WM X-Terra)

Heinz Mende             Swim 33:54 min./ MTB 2:47:00 h/ Trailrun 1:25:34 h // Gesamt  4:51:10,75 h   
3. Platz AK 65 DM und 4. Platz international (P.S. der an Platz 2 bzw. 3 gewertete Teilnehmer hatte eine Schwimmzeit von 24:37, Vorjahr 46:59 also offensichtlich die 2. Schwimmrunde ausgelassen, WK-Richter haben es leider nicht bemerkt und Heinz hat zu spät reklamiert)